Morning Chronicle - Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

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Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard
Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

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Laut dem "Spiegel"-Bericht hatte die Staatsanwaltschaft bereits im November 2025 Anklage gegen die frühere Buchhalterin erhoben. Ihr wird Beihilfe zur Untreue vorgeworfen. Die Frau soll demnach nach ihrem Wechsel in das Team von Marsalek die Vergabe eines ungesicherten Darlehens in Höhe von 100 Millionen Euro an die Firma Ocap mit Sitz in Singapur vorangetrieben haben. Über Ocap sollen dem Bericht zufolge mindestens 240 Millionen Euro aus dem Konzern geschleust worden sein.

Der Zahlungsabwickler Wirecard galt einst als deutscher Hoffnungsträger und seine Aktie als gute Investition. Doch die Chefetage des Münchner Unternehmens soll über Jahre Scheingeschäfte in Milliardenhöhe verbucht und den Umsatz so immer weiter künstlich aufgebläht haben. So schaffte es das Unternehmen in den Dax. Ende Juni 2020 meldete Wirecard dann Insolvenz an. Tausende Anlegerinnen und Anleger verloren viel Geld.

Den frühere Wirecard-Chef Markus Braun sitzt seit mehr als sechs Jahren in Untersuchungshaft und steht seit fast vier Jahren in München-Stadelheim vor Gericht, ebenso wie zwei weitere ehemalige Wirecard-Manager. Seit Juni 2020 flüchtig ist der als möglicher Haupttäter der Scheingeschäfte geltende frühere Wirecard-Vorstand Marsalek. Er wird in Russland vermutet.

A.Featherswallow--MC-UK