Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorn - SPD macht Boden gut
Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vorn. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk sieht die Partei bei 35 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Umfrage von Anfang Juli ist das ein Prozentpunkt weniger. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig macht indes Boden gut und kann drei Punkte auf 32 Prozent hinzugewinnen.
Die mit der SPD regierende Linke verliert einen Punkt und kommt auf elf Prozent. Die oppositionelle CDU büßt erneut einen Punkt ein und erreicht acht Prozent. Die Grünen liegen weiterhin bei fünf Prozent und könnten damit den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag knapp schaffen. Mit erneut vier Prozent würde das BSW den Einzug hingegen verpassen. Die FDP würde klar an der Fünfprozenthürde scheitern und aus dem Parlament ausscheiden.
Schwesigs rot-rote Koalition hätte der Umfrage zufolge keine Mehrheit mehr. Sollten die Grünen den Sprung über die Fünfprozenthürde schaffen, wäre aber eine rot-rot-grüne Koalition möglich. Abseits der AfD würde es für andere Koalitionen nicht reichen, weil die CDU auch Bündnisse mit der Linkspartei ausschließt. Befragt wurden vom Mittwoch vergangener Woche bis Montag 1215 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern.
Bei einer Direktwahl des Regierungschefs würden sich 60 Prozent für Schwesig und 25 Prozent für den AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm entscheiden. 56 Prozent sagen, die SPD sollte die nächste Landesregierung führen, 31 Prozent bevorzugen die AfD. Die Landtagswahl findet am 20. September zeitgleich mit der Abgeordnetenhauswahl in Berlin statt. Zuvor wählt an diesem Sonntag Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag.
Die Wahl vom September 2021 gewann in Mecklenburg-Vorpommern die SPD mit 39,6 Prozent vor der AfD mit 16,7 Prozent, der CDU mit 13,3 Prozent und der Linken mit 9,9 Prozent. Auch die Grünen und die FDP zogen mit 6,3 Prozent beziehungsweise 5,8 Prozent in den Schweriner Landtag ein. Das BSW trat damals noch nicht an.
A.D.Eastaughffe--MC-UK